Herbstliebe & Lesetipps

buch-herbst

Ich liebe den Herbst und natürlich Halloween. Die Luft hat den charakteristischen Herbstduft angenommen, leicht angekokelt, etwas modrig und trotzdem irgendwie frisch.
Sie scheint Magie in sich zu tragen, diese Herbstluft, als könne man den Zauber direkt aus ihr herausgreifen. Die Natur zeigt sich in ihren warmen Erdtönen, von gelb über rot bis zu diversen Braunabstufungen. Und der Nebel! Hab ich den Nebel schon erwähnt! Absolute Liebe.

Wenn die Blätter fallen, halte ich inne und zieh mich in meine Welt zurück. In dieser Zeit bin ich total inspiriert und voller Tatendrang. Ich möchte kreieren und erschaffen. Für mich gibt es nicht schöneres, außer vielleicht Gewitter am Morgen. Ich träume mich in fantastische Geschichten hinein und lasse mich treiben. Das ist die Zeit der Fantasyromane. Am liebsten hab ich den Pumpkin Spice Latte, dazu ein tolles Buch in einem Sessel sitzend und mit einer flauschigen Decke eingekuschelt. Im Herbst lese ich immer die Harry Potter Bände. Das hat bei mir seit Jahren Tradition. Hexen und Zauberei spielen eine große Rolle zu dieser Jahreszeit, denn es ist Halloween. Wann sonst ist soviel Magie in der Luft? Gruslige Atmosphäre und Spukgeschichten haben Hochkonjunktur. Und den letzten Blättern sagt die Welt auf Wiedersehen und bereitet sich auf einen Winterschlaf vor.

Doch nicht nur mein lieber Freund Harry lässt sich im Herbst blicken. Es gibt eine Bandbreite an Lesestoff, die den Herbst noch toller macht. Hier sind meine persönlichen Favoriten. Um es euch leichter zu machen die Bücher zu finden, habe ich die jeweilige Goodreads-Seite für jedes der drei Bücher verlinkt. Weiterlesen „Herbstliebe & Lesetipps“

I love: Lomography

Mein Vater war Fotograf und Journalist, deshalb gab es bei uns immer Fotoapparate, Kameras, Filme und Dias. Das war immer ein Teil meines Lebens. Meine Schwester ist schließlich in die Fußstapfen getreten und hat diese Profession gewählt. Ich entschied mich fürs Schreiben. Aber Foto-Liebe ist geblieben. Ich bin eher experimentell unterwegs und fröne der Lomography. Nichts ist schöner als der blurry effect einer Plastiklinse. Ich liebe meine Diana Meg. Sie ist meine Wegbegleiterin. Dieses Bild ist auf einem speziell gefärbten Film entstanden, den Lomochrome Purple. Die violetten und blauen Farbeffekte sorgen für ein surreales Finish. Ich liebe diesen Film einfach. Der märchenhafte Look ist genau mein Geschmack.

girl, frau, sonnenbrille, analog, analogue, film, foto
Lina, Lomochrome purple

Lomography ist ein Unternehmen, dass sich auf experimentelle Fotografie mit Plastikkameras spezialisiert hat. Es gibt eine eigene Community auf der Webseite. Jeder kann sich dort anmelden und seine analogen Schnappschüsse mit der Welt teilen. Das nennt sich Lomo home, hier kommst du zu meinem.

Oft kursiert die Diskussion, ob Film tot ist, ob seine besten Zeiten schon vorbei sind. Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. So lange wie Film sich bereits hält. Es wird immer Liebhaber der Langsamkeit und des Überraschungseffekts geben. Genauso wie es immer Schallplatten geben wird. Jeder muss selbst wissen, ob er lieber tausendmal auf den Auslöser drückt, in der Hoffnung einen guten Shot zu bekommen, den er sofort bestaunen kann oder gezielt ein Bild konzipiert und auf das Ergebnis wartet, bis es entwickelt ist. Man kann natürlich auch super Schnappschüsse auf Film machen und Bilder auch digital planen. Wenn ich aber mit Film fotografiere, dann bin ich bewusst dabei, ich bin wirklich da. Ich nehme meine Umwelt viel schärfer wahr. Denn alles könnte ein gutes Motiv abgeben. Zugegeben, das mache ich nicht so oft, wenn ich die Digicam im Gepäck habe.

teich, schilf, analog, analogue, landschaft
Peitzer Teiche – Light Leaks, Kodak Portra 160

Wenn der Film voll ist, schicke ich ihn in die Entwicklung. Mittlerweile nur noch ins Lomolab. Das ist das Lomography-eigene Fotolabor. Hier wird auf die speziellen Wünsche der Lomographen eingegangen. Kennzeichnend für diese Fotos ist der spezielle Look. Die Bilder sind dank Plastiklinse meistens etwas unscharf, haben Lichteinspiegelungen sogenannte Light leaks und andere „Fehler“. Es gibt Doppelbelichtungen und verrückte Farben. Die Bilder scheinen aus einer anderen Zeit zu entspringen. Viele Großlabore machen keine Abzüge von solchen Negativen, weil sie nicht wissen, dass die vermeintlichen Fehler gewollt sind. Ich hab das schon mehrmals erleben müssen.

berlin, berliner dom, analog, film, doppelbelichtung, double exposure
Berliner Dom, Doppelbelichtung, Lomography CN 400

Film ist leider auch nicht ganz günstig. Der allein kostet schon seinen Preis. Meistens fängt es um die 4€ an. Wenn man einen spezielleren Film möchte, wie den Lomochrome Purple oder einen Kodak Portra, muss man schon etwas draufschlagen. Dann kommen noch die Kosten für die Entwicklung dazu. Nicht zu vergessen, die Kamera selbst. Doch im Gegensatz zu manch anderen Apparaten sind die Plastikameras nicht besonders kostspielig, es gibt natürlich Ausnahmen. Eine Holga gibt es bereits für knapp 40€.

Es kann schon ein teures Hobby sein. Vor allem wenn man damit anfängt und die ersten Filme gar nichts geworden sind. Das ist ärgerlich. Aber es wird mit der Zeit besser. Für mich ist es auch nicht immer einfach mit dem Geld. Dennoch geben mir die Bilder einen Mehrwehrt. Sie bedeuten mir etwas, viel mehr als so manches digitales Bild. Ich verbinde mit den Fotos Erinnerungen besonderer Art. Schon allein die Wartezeit macht es zu einem Erlebnis. Worauf muss man heute noch großartig warten? In einer Zeit, wo es nahezu alles instant gibt. Ich liebe diese Vorfreude auf die Abzüge.

meer, möwen, film, analog, strand
Baltyk, Lomochrome Turquoise

All das zusammen: Motiv bewusst wählen, Abdrücken, Film vollknipsen, Film wegschicken, Wartezeit, Vorfreude sind eine wunderbare Kombination. Wenn man es draufhat und den entsprechenden Platz und die Mittel, kann man den Film selbst entwickeln. Das hat dann eine Extraportion Zauber. Wenn du siehst, wie dieses Bild entsteht. Ich habe selbst einen Kurs gemacht, wo man lernte Fotos zu entwickeln. Das war eine wunderbare Erfahrung. Ich kann das nur empfehlen.

In meinen Augen ist analoge Fotografie ein gutes Mittel um im hektischen Alltag inne zu halten und sich auf das Jetzt zu konzentrieren. Alles ist in Bewegung aber du hältst still und machst dein Foto. Außerdem erinnert es mich an früher, an damals. Daran wie es in den Neunzigern war. An Urlaub und stundenlange Autofahrten. Daran, wie es war als man den Film abgeholt hat, mit Nummernzettel in der Drogerie. Jetzt ist alles anders, doch damit kann ich mir ein Stück Vergangenheit und ein kleinen Stückchen dieses Gefühls zurückholen.

Ich hoffe dir hat der Text gefallen,
liebe Grüße

Lina

Samtpfoten auf Papier

 

Den ganzen Tag liegen sie rum, meine Katzen. Doch sobald ich etwas mache, zeichnen, fotografieren oder kochen, ist ihre Neugier geweckt. Meine Katzen lieben Papier fast so sehr wie ich. Vielleicht genauso doll, wie ich es tu. Aber aus anderen Gründen. Wer weiß schon, was Katzen an Papier, Zeitungen und Kartons so spannend finden? Irgendwas ist da schon dran.

Ich liebe Papier. Ich liebe es darauf zu Zeichnen, Malen und zu Schreiben. Etwas zu erschaffen, was vorher höchstens ein flüchtiger Gedanke war, wenn überhaupt. Und dann auf einmal ist es greifbar, real. Mit dem Entwurf meines Hirns hat es meist wenig gemein, aber es ist meins, ich hab es geschaffen. Ohne mich wär es nicht da. Deswegen liebe ich das Papier.

Meine Katzen lieben auch meine Stifte und Pinsel. Sie lieben es daran zu knabbern. Ich bin stets auf der Hut. Das Wasserglas hat es ihnen auch angetan. Die Pfote rein zu tunken, muss unheimlich spannend sein. Deshalb stelle ich mittlerweile ein extra Katzenglas für sie hin, damit sie gefahrlos spielen können. Meine Katzen aussperren? Niemals. Sie sind ein Teil von mir. Es ist unterhaltsam, wenn sie bei mir sind.

Ob Skizzenbuch oder Zeichenblock, Aquarellpapier oder Zeichenpappe, es zieht sie magisch an. Solange sie darauf liegen, ist alles gut. Doch, manchmal ergreift sie der Übermut und sie vergreifen sich am Papier. Sie fletschen die Zähne und beißen hinein. So manch eine Seite hat bereits kleine Löcher und Kampfspuren davon getragen. So ist das nun mal. Ich konnte es noch retten.

Einblicke in mein Skizzenbuch findest du hier

verloren sein

laterne, herbst, rot, orange, frau, feld, kleid, licht, sonnenuntergang, dämmerung

Eines roten Fadens gleich

zieht es sich durch dein Leben:

das Gefühl verloren zu sein.

Einen Platz finden

und ihn als deine Heimat deklarieren,

ihn dir nehmen und zu eigen machen,

auch, wenn du dort nicht hingehörst.

Verloren-sein wird womöglich nie ganz verschwinden

aber es kann mit dem Gefühl der Behaglichkeit Freundschaft schließen

und das nennt sich dann Zuhause sein

Kinder ohne Gaben

Kinder, spielen, garten, laufen, Geschwister, Familie, Bruder, Schwester

 

In den Tod nahm er mit

die Träume von seinem Kind

 

Vom ersten Kind nahm er mit,

den Glauben, nicht an Gott,

sondern den an die Liebe,

ließ es sich rauben.

 

Vom zweiten Kind nahm er mit,

den Mut,

es blieb ein Künstler,

der nicht wusste, was er tut.

 

Vom dritten Kind nahm er mit,

die Freude,

im Innern wurd’s verdorren,

nach außen eine Augenweide.

 

Vom vierten und vom fünften Kind

nahm er die Erinnerung, geschwind

Sie waren noch so klein,

er würde nie ihr Vater sein.

Von Ohrwürmen und Abschiednehmen

tape, mixtape, kassette, ohrwurm, musik, lied, song

Bestimmte Lieder schwirren im Kopf herum, zumeist nicht ohne Grund. Seit Wochen habe ich einen Ohrwurm, genauer gesagt, zwei. Beides sind es Lieder der Lumineers und beide Lieder wollen mir etwas sagen. Ich soll gehen, möglichst schnell und ohne zurückzublicken. Wie Orpheus und Eurydike aus der Unterwelt. Weiterlesen „Von Ohrwürmen und Abschiednehmen“

kleine Vorstellungs runde

Wer bin ich und was mach ich hier eigentlich?

 

Hallo, Ich bin Lina und einen Blog zu gründen, war schon lange ein Wunsch von mir.

selfie, selbstportrait, girl, Brille, Pastell, brünettAber wie das im Leben so ist, habe ich es ewig aufgeschoben. Dazu kamen Zweifel, ob das überhaupt etwas bringt und es nicht schon Blogs wie Sand am Meer gibt. Später kreuzte auch noch eine Depression meinen Weg, was für mich und meine Pläne eine Zwangspause bedeutete. Umgeben von Dunkelheit, Verzweiflung und Angst, war ein Blog das letzte woran ich dachte.

Langsam finde ich meinen Weg zurück ins Leben. Das möchte ich mit diesem Blog feiern. Ich möchte Mut machen und inspirieren. Für Alle, denen es genauso ergeht, aber auch für alle anderen.

Hier ist ein Ort an dem ich meine Gedanken und Ansichten teile und auch über Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen, Außenseitertum und Künstlerproblemen schreibe. Weiterlesen „kleine Vorstellungs runde“